Mit Allrad durch den Winter

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Letztes Update am 11.01.2016, 13:43
Bei winterlichen Wetterbedingungen bieten Allradsysteme Autolenkern mehr Sicherheit.

Autofahrten bei winterlichen Straßenbedingungen stellen die Nerven der Lenker auf die Probe. Matsch, Schnee und Eis verschärfen die Verkehrssituation. Mitunter führen sie zu gefährlichen Momenten oder Unfällen. Um auch bei Schnee und anderen widrigen Straßenverhältnissen sicher durch den Winter zu kommen, setzen viele Österreicher auf Allradantriebe.

Freie Fahrt im Schnee

Wer morgens das Haus verlassen muss, hat in der kalten Jahreszeit mitunter mit verschiedenen „Überraschungen“ zu kämpfen: Nachts ist Schnee gefallen, Räumfahrzeuge sind jedoch noch anderswo unterwegs. Hier beweist der Allradantrieb seine nützliche Seite. Eingeschneite Fahrzeuge sind oft nur schwer aus Parklücken heraus zu manövrieren. Ist dieses Vorhaben einmal gelungen, gilt es, verschneite Straßen zu befahren. Mit Allradantrieben ist das Flottwerden im Schnee wesentlich einfacher. Steigungen auf dem Weg in die Arbeit verlieren mit diesem speziellen Antrieb ihre Schrecken. Sind die Fahrbedingungen besonders schlecht, bleibt bei Autos mit klassischen Antrieben meist nur eine Option: Schneeketten anlegen. Allradmodelle können durch ihre vier angetriebenen Räder ganz ohne Umstände schwierige Fahrstrecken und –passagen meistern. Daher sind allradbetriebene Autos in den meisten Fällen von der Schneekettenpflicht, die im Winter auf Bergstraßen gelten kann, ausgenommen.

Mehr Grip, bitte!

Eine vereiste Fahrbahn ist nach wie vor jenes Szenario, vor dem viele Autolenker Respekt haben oder sogar Angst zeigen. „Beides äußert sich darin, dass man verkrampft und unsicher fährt. Übermäßige Angst kann im Extremfall zu unüberlegten Handlungen und falschen Reaktionen führen“, erklärt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Mehr Grip versprechen auch hier Allradantriebe: Weil alle vier Räder angetrieben werden, ist die Chance, ein Auto sicher über vereiste Flächen zu lenken, höher. Und Personen, die häufig Anhänger mitführen müssen, sollten - nicht nur im Winter - auf Allrad-Autos setzen. Aber Achtung: Das beste Allrad-System ist wirkungslos, wenn die Profiltiefe von Winterreifen zu gering, oder PKWs gar mit Sommerreifen unterwegs sind.
Der Nachteil von Allradantrieben ist ihr Preis. Bei Premiummodellen schlägt sich das System mit zusätzlich rund 4.000 Euro zu Buche. Obwohl die Anschaffung von allradangetriebenen Fahrzeugen etwas teurer ist, sind die Modelle bei widrigen Straßen- und Witterungsverhältnissen das ganze Jahr überlegen. Ihre Fahrsicherheit schont die Nerven von Autolenkern.
(cg)

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