Elektromobilität Elektro-Anreize in Deutschland

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Letztes Update am 11.03.2015, 10:58
Die heimische Bundesregierung bietet E-Car-Interessenten zwar keine Kaufprämien, will Elektro-Fahrzeuge aber durch eine Vielfalt an Kaufanreizen attraktiver machen. Die Befreiung von der Kfz-Steuer für zehn Jahre, die Option eines Wechselkennzeichens und spezielle Sonderrechte sollen den Verkauf der Autos ankurbeln.

Pläne der Bundesregierung

Bis zum Jahr 2020 will die deutsche Bundesregierung eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen sehen. Laut dem Kraftfahr-Bundesamt wurden von Januar bis August des vergangenen Jahres 4.800 E-Cars neu zugelassen.

Elektroautos gelten als innovative, umweltfreundliche und zukunftsweisende Alternative in Sachen Verkehr. Auch für die heimische Wirtschaft, die weltweit für Entwicklungen im Automobilbereich bekannt ist, bietet die Elektromobilität eine große Chance. Um auch die deutschen Autolenker von den E-Cars zu überzeugen und ihr gesetztes Ziel bis 2020 zu erreichen, setzt die Bundesregierung nun auf spezielle Kaufanreize.

Keine Kaufprämien

Weil sie die Hauptverantwortung des Vertriebes von Elektroautos bei der Wirtschaft und entsprechenden Unternehmen sieht, sind keine Kaufprämien für E-Autos vorgesehen. Förderungen der etwas anderen Art sollen die strombetriebenen Fahrzeuge attraktiv machen: Wie im Elektromobilitätsgesetz festgelegt wurde, sind E-Cars beispielsweise für die ersten zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit, wenn sie einen CO2-Ausstoß unter 50 Gramm pro Kilometer vorweisen können und vor dem 31. Dezember 2015 angeschafft werden. Auch die Option eines Wechselkennzeichens ist gegeben, auf diese Weise sparen sich Personen mit mehreren Fahrzeugen eine Versicherungsprämie. 

Privilegien auf den Straßen

Aber nicht nur in Sachen Versicherung, sondern auch direkt im Verkehrsverlauf sollen E-Fahrer Sonderrechte genießen: Ihnen sollen – je nach Kommune – Sonderparkflächen zur Verfügung stehen, auch Zufahrtsverbote sollen speziell für sie gelockert werden. Vor allem in Großstädten umstritten ist das neue Mitbenutzungsrecht von Busspuren. Die Sonderrechte beschränken sich jedoch nicht nur auf „klassische“ Elektroautos: „Neben reinen Elektrofahrzeugen wollen wir auch die besonders alltagstauglichen Plug-in-Hybride privilegieren – sofern sie einen echten Umweltvorteil aufweisen“, erklärt Umweltministerin Barbara Hendricks. Eine Plakette sollen ihr zufolge jene Modelle bekommen, die entweder maximal 50 Gramm Kohlendioxid je Kilometer ausstoßen oder aber mindestens 30 Kilometer rein elektrisch fahren können.

Anders als in seinen Nachbarländern verfolgt Deutschland also die Strategie, Elektrofahrer durch sehr spezielle Anreize in Form von Privilegien zu ködern. Ob man dadurch innerhalb der kommenden fünf Jahre die festgelegte Million an E-Cars erreichen kann, bleibt abzuwarten.

Kommentare

  • sergey.denisov 08.04.2015 18:42:16 Permalink

    Bis jetzt war diese Bundesregierung sehr erfolgreich beim Bremsen von Elektromobilität. Und so wird es leider Gottes bleiben

  • franz peter.grolig 03.04.2015 20:23:34 Permalink

    So lange diese Bundesregierung nicht in der Lage ist für ausreichende Möglichkeiten zum Anschluss fürs Nachladen zu sorgen, so lange kann sie sich die Versprechen (darf man denen bis nächstes Jahr Glauben schenken?) in den Hintern schieben. Diese Regierung ist nicht einmal fähig dafür zu sorgen, dass in Sammelgaragen Steckdosen zur Verfügung stehen um die Starterbatterie zu laden-wie will sie da die Elektromobilität fördern wollen? Es ist so traurig, dass man nicht einmal darüber lachen kann.

  • franz peter.grolig 03.04.2015 20:22:24 Permalink

    So lange diese Bundesregierung nicht in der Lage ist für ausreichende Möglichkeiten zum Anschluss fürs Nachladen zu sorgen, so lange kann sie sich die Versprechen (darf man denen bis nächstes Jahr Glauben schenken?) in den Hintern schieben. Diese Regierung ist nicht einmal fähig dafür zu sorgen, dass in Sammelgaragen Steckdosen zur Verfügung stehen um die Starterbatterie zu laden-wie will sie da die Elektromobilität fördern wollen? Es ist so traurig, dass man nicht einmal darüber lachen kann.