Elektroautos E-Fahrer sind vorausschauender

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Letztes Update am 11.03.2015, 11:11
Lenker von Elektroautos fahren bewusster, vorausschauender und auch ökologischer.

Rund die Hälfte der Neuzulassungen aus Elektrofahrzeugen oder Plug-in Hybrid-Fahrzeugen bestehen. So lauten die Diagnosen des Österreichischen Bundesumweltamtes.

 

Sollten wirklich bald derart viele E-Cars auf den heimischen Straßen unterwegs sein, könnte sich das sogar auf die Verkehrssicherheit auswirken: Wie eine Studie des Instituts für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt, verhalten sich E-Fahrer nämlich nicht nur generell ökologischer, sondern sind auch im Verkehr vorausschauender.

Durchgängiges Umweltmotiv

„Wir konnten feststellen, dass die Hauptmotive für die Anschaffung zum einen im allgemeinen Interesse an innovativen Fahrzeugtechnologien, zum anderen aber auch an der Reduzierung der Umweltbelastung sowie an den günstigeren Energiekosten pro Kilometer lagen“, erklärt Studienleiter Stefan Trommer. Tatsächlich hat sich laut Studie aber auch das Verkehrsverhalten der Lenker durch den Umstieg auf ein E-Car verändert: Private Nutzer lassen sich demnach nicht nur bei der Anschaffung eines Elektroautos von Umweltmotiven leiten, sondern fahren mit dem Elektromobil auch generell vorausschauender, bewusster und ökologischer. Mit 43 zurückgelegten Kilometern pro Werktag ist die Strecke, die E-Lenker zurücklegen nicht unbedingt kürzer als jene, von konventionellen Autofahrern, die im Schnitt 51 Kilometer beträgt.

Das Zuhause als Ladestation

Private E-Car-Besitzer parken ihr Fahrzeug laut DLR-Studie zum Großteil auf dem eigenen Grundstück mit eigener Lademöglichkeit. Die häufig von konventionellen Autolenkern laut werdende Kritik, es gäbe zu wenige Ladestationen, wird damit also entkräftet. Lediglich jeder Zehnte nutzt Lademöglichkeiten am Arbeits- oder Ausbildungsort, andere Möglichkeiten, das Auto mit Strom zu betanken, spielen nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist den E-Fahrern aber, dass der Ladeprozess schnell von statten geht. Für jeden Zweiten ist diese Option sogar „sehr wichtig“, es soll möglichst im Zeitraum von 30 Minuten ein Ladevolumen von 80 Prozent erreicht werden. Wert wäre ihnen diese Speed-Ladung übrigens sogar eine Zusatzzahlung von immerhin 500 bis 1.000 Euro.

 

Elektroautofahrer sind also nicht nur in ihrer Haltung ökologischer, sondern legen auch ein vorschauendes und bewusstes Fahrverhalten an den Tag. Angesichts der hohen Unfallzahlen auf den deutschen Straßen (etwas mehr als 2,4 Millionen im Jahr 2013) bleibt zu wünschen, dass bald mehr Autolenker auf ein E-Car umsteigen.

Kommentare

  • franz peter.grolig 03.04.2015 20:26:31 Permalink

    Ich weiß nicht, woher der Autor die Daten hat, die zu dieser Erkenntnis führen. Fakt ist doch, dass die Städte und Gemeinden in nahezu allen Fällen unfähig sind eine "Grüne Welle" einzurichten. Wo diese schon seit den 1970er Jahren Usus war, wurde diese mit Gewalt kaputt gemacht. Es war und ist Ziel einer jeden Stadtregierung den Autofahrer zu bremsen, zu nerven, zu schikanieren und zu behindern. Aber gleichzeitig die Busse der Stadtwerke bevorzugen bis zum geht nicht mehr, das können sie. Mit dieser Einstellung geht Deutschland zu Grunde.