Allrad - So funktioniert´s

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Letztes Update am 11.01.2016, 13:57
Allrad-Antriebe haben Vorteile im Straßenverkehr. Hier erfahren Sie mehr!

Etwas teurer in der Anschaffung, aber sicher, zuverlässig und bequem: Allradsysteme verschaffen ihren Lenkern besonders im Winter, aber nicht nur, mehr Gripp und bringen sie an ihre Ziele. Wie aber funktioniert dieser Fahrzeugantrieb?

Kraft über vier Räder

Wie der Begriff schon sagt, wird bei Fahrzeugen mit Allradantrieb Antriebsleistung vom Fahrzeug  auf alle vorhandenen Räder und damit auf die Fahrbahn übertragen. Weil es sich um vier angetriebene Räder handelt, wird dieses System mitunter auch Vierradantrieb genannt. Bei idealen Straßenverhältnissen reicht eine angetriebene Achse - Front- oder Heckantrieb – aus. Doch bei widrigem Wetter und schlechten Fahrbahnverhältnissen werden Allradsysteme zu sicheren Begleitern auf Straßen. Die Bodenhaftung dieser Antriebe ist auf rutschigem Untergrund oder im Gelände deutlich besser. Die Traktionsleistung von Allrad-Modellen ist wesentlich höher als jene klassischer Antriebsmodelle.

Permanent oder zuschaltbar?

Die Funktion eines Allradantriebes kann auf verschiedene Art zum Einsatz kommen. Für gewöhnlich handelt es sich bei den meisten Allrad-Kfz um Modelle mit nur einer Antriebsquelle. Hier kann zwischen den Konfigurationen „permanent“ oder „zuschaltbar“ gewählt werden. Permanenter Allrad versorgt stets alle Räder mit Leistung. Deshalb ist ein Mitteldifferential zum Ausgleich der Drehzahlunterschiede zwischen der Vorder- und Hinterachse notwendig. Fahrzeuge mit zuschaltbarem Antrieb geben immer nur einer Achse Leistung. Die zweite Achse kann im Bedarfsfall über eine Kupplung mit Antriebseinheit verbunden werden. Bei älteren PKW-Modellen muss die Allradfunktion der zweiten Achse noch per Hand zugeschaltet werden. Da der Antrieb aller Räder auf diese Weise jedoch immer zu einer starren Verbindung der beiden Achsen führte, konnte das Allradsystem auf griffigen Untergründen kaum angewendet werden. Noch heute basieren einige Geländewagen-Antriebe auf diesem Prinzip. Bisher seltene Lösungen sind beispielsweise Antriebe, die über ein separates Aggregat pro Rad oder pro Achse erfolgen.
Zeitgemäße Ausführungen koppeln die Achsen jedoch in den meisten Fällen vollautomatisch und nach Bedarf. Sicherheit per Knopfdruck, so zu sagen.
(cg)

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